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Dem Unsichtbaren auf der Spur

04.05.2016

Gasspürer von HanseWerk überprüfen Leitungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Nein, hier sind keine „Ghostbusters“ (Geisterjäger) am Werk. „Gas-Busters“ (Gasjäger) trifft es aber schon ziemlich gut. HanseWerk beauftragt auch in diesem Jahr wieder Gasspürer, die in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf Jagd gehen werden. Die Mission: Gaslecks aufspüren, Sicherheit gewährleisten. Insgesamt werden mehr als 1.000 Kilometer Versorgungsleitungen überprüft.

Die Arbeit der Gasspürer ähnelt dabei verblüffend jener der Geisterjäger aus den kultigen Ghostbusters-Filmen. Auch sie sind dem Unsichtbaren auf der Spur, ausgerüstet mit einer hochentwickelten Hightech-Ausrüstung. Die Funktion des GSG-(Geisterspürgerät-)Meters übernehmen bei den HanseWerk-Spürern Gasspürgerät und Messsonde.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von HanseWerk innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden direkt zu beheben.

Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens. Mit der am Stab vor sich hingeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist, sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch Straßen. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen in den Kreisen –, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.