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Dem Unsichtbaren auf der Spur

20.04.2018

Gasspürer überprüfen Leitungen von HanseGas im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Für die Sicherheit der Gasnetze im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind in den kommenden Monaten die Gasspürer im Auftrag von HanseGas unterwegs. Die Experten überprüfen bis in den Herbst hinein insgesamt rund 460 Kilometer im Landkreis und rund 1.400 Kilometer der unterirdisch verlegten Gasleitungen im gesamten Netzgebiet von HanseGas. Neben den Überlandleitungen werden die Verteilnetze in den folgenden Ortschaften kontrolliert: Banzin, Wölzow, Setzin, Vellahn, Dammereez, Wittenburg, Pritzier sowie Neuhof.

Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für diese sensible Tätigkeit. Mit der am Stab vor sich hergeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät verbunden ist sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch die Straßen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, so dass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann auch feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von HanseGas innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Zwischen Ostern und Oktober läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen kann kein Gas gespürt werden, gleiches gilt bei Frost und Schnee, deshalb ist im Winter Pause. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen – müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig alle vier Jahre durch eine Prüfung auffrischen.