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Studie: Wasserstoff als Schlüssel für ein bezahlbares Energiesystem ohne fossile Brennstoffe

21.04.2020

HanseGas veröffentlicht mit 13 weiteren Energieunternehmen Zielbild für Energiewelt im Jahr 2050 am Beispiel Ostdeutschland

Eine neue Studie unter dem Titel „Commit to Connect 2050“ zeigt am Beispiel der neuen Bundesländer, dass es unter realen Bedingungen möglich ist, ein vollständig erneuerbares und versorgungssicheres Energiesystem kosteneffizient zu errichten und zu betreiben. Die zur HanseWerk-Gruppe gehörende HanseGas GmbH sowie 13 Unternehmen der Energiewirtschaft haben mit der Studie ein Zielbild erstellt, wie eine vollständige Dekarbonisierung bis 2050 unter kostenoptimalen Gesichtspunkten gelingen kann. Dafür müsse die Energiewende vor allem gesamtheitlich und technologieoffen umgesetzt werden, heißt es. Die Studie hebt insbesondere die Bedeutung einer Sektorenintegration mittels Infrastrukturen für Strom, Wasserstoff und Methan hervor.

„Gleichwohl dem Wasserstoff in der öffentlichen Diskussion beim Thema Dekarbonisierung – also Verzicht auf fossile Brennstoffe – eine zunehmend wichtige Bedeutung beigemessen wird, steht nach wie vor häufig die Entwicklung eines einzelnen Energieträgers im Vordergrund“, so Volker Höfs, Prokurist von HanseGas. „Die Studie zeigt, dass sektorübergreifende Ansätze nicht nur effektiv, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll sind.“

Von zentraler Bedeutung: Wasserstoff und Technologieoffenheit
Im Modellversuch kommt Wasserstoff eine zentrale Bedeutung zu, sowohl als Energieträger als auch als Medium für den überregionalen Energietransport. „So soll beispielsweise Strom aus Windanlagen aus Flächen- und Küstengebieten per Sektorenkopplung in Wasserstoff umgewandelt und in weiter entfernte Ballungsgebiete transportiert werden.“, erläutert Höfs die Studie. Gute Nachricht: Das Zielbild benötigt für ein Energiesystem, das zu 100 Prozent auf Erneuerbaren Energien beruht, zu heute vergleichbare Flächen zur Energiegewinnung.

Spannende Erkenntnisse brachten die Verbrauchssektoren hervor: Im Mobilitätssektor ist keine alternative Antriebsart der anderen überlegen. In der Raumwärme setzen sich neben Fernwärme für Ballungsgebiete vor allem innovative Gastechnologien durch. In der Prozesswärme gibt es einen Umbau in Richtung Wasserstoff und Strom zu Lasten von Methan.

Vergleichbare Kosten wie heute

Die Ergebnisse von Commit to Connect 2050 zeigen, dass ein dekarbonisiertes Energiesystem für Ostdeutschland vergleichbare Kosten gegenüber denen des heutigen realen Energiesystems verursachen würde. Es koste pro Jahr in absoluten Zahlen mit ca. 53 Mrd. Euro nur wenig mehr als heute mit ca. 50 Mrd. Euro, geht aus der Modellierung hervor. Voraussetzung ist dabei ein technologieoffener Ansatz in allen Sektoren.

Studiendesign und Methodik
Das eingesetzte Modellierungstool des Studienautors WECOM erfolgte frei von Szenarien, also ergebnis- und technologieoffen. Erfüllt werden mussten die Prämissen Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und minimale Kosten. Mehrere Tausend Variablen sind so in die Berechnung mit eingeflossen. Mehr über das Projekt erfahren Sie unter www.ontras.com/ctc2050   

Die am Projekt beteiligten Unternehmen sind mehrspartig aufgestellt. So sind Partner aus den Bereichen Strom-, Gas-, Wärme- und Speicherwirtschaft vertreten.

Die Auftraggeber von Commit to Connect 2050

Die Auftraggeber der Studie „Commit to Connect 2050“ sind Avacon AG, BALANCE VNG Bioenergie GmbH, DREWAG NETZ GmbH / ENSO NETZ GmbH, E.DIS Netz GmbH, ENERTRAG AG, EWE NETZ GmbH, GASAG AG / NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, HanseGas GmbH, inetz GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH.